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Nach fünf Minuten war alles vorbei - 98/99er kämpfen sich aber dann rein

A-JugendFür eine kurze Zeit hatten die Speuzer die Hoffnung, mit einer Defensiveinstellung bei zuletzt schwächelnden Neu-Isenburgern mithalten zu können. Das war eine Illusion. Bei einem langen Ball über den rechten Flügel stand Kjamran falsch und ließ sich düpieren, das 0:1 war die Folge, weil auch im Zentrum keiner entscheidend einzugreifen bereit oder in der Lage war.

Anstoß, Rückpass auf Ante, der ein sinnloses und gefährliches Dribbling ansetzt. Ballverlust, beide Innenverteidiger stehen sonstwo, aber nicht im Zentrum, so dass ein einfacher Pass die gesamte Abwehr aushebelt. Keine 40 Sekunden nach dem Rückstand stand es so schon 0:2. Und es sollte nur noch einmal 75 Sekunden bis zum dritten Tor dauern. Beim einem Klärungsversuch wurde der Ball unglücklich abgefälscht, dass Marko ihn nicht erreichen konnte. Der starke Noah Schumacher bedankte sich mit dem dritten Gegentreffer.

Vor dem 0:4 vergingen immerhin zehn Minuten. In dieser Zeit verwehrte der Schiedsrichter den Speuzern die Chance zum Anschlusstreffer, als der Keeper der Gastgeber erst zögerte und dann beim Herauslaufen Ante umboxte, der knapp vor ihm an den Ball gekommen war. Bei der heutigen Chancenverwertung hätte aber wohl auch der Strafstoß kein Tor gebracht. Dann schossen sich die Speuzer bei einem Befreiungsversuch gegenseitig an, und wieder fand sich ein Gastgeber allein im Zentrum mit dem Ball. Ein Foul stoppte den Angriff - das einzige Foul der ersten Hälfte! - aber nur vorübergehend. Ein perfekt in den Winkel gezirkelter Schuss bedeutete das 0:4. Marcel legte wenig später mit einem misslungenem Klärungsversuch aus dem Spiel heraus das 0:5 auf, und wieder zwei Minuten später durfte die Nr. 20 der Spielvereinigung praktisch ohne Gegenwehr einschieben, nachdem Marko ihm nach einem langen Pass ohne Ende Platz gelassen hatte.  Den Schusspunkt der ernüchternden ersten 25 Minuten setzen die Gastgeber in eben derselben mit dem siebten Treffer. Danach war es die Nachlässigkeit der Gastgeber, die weitere Gegentore verhinderte - und dann gelang den Speuzer sogar ein guter Gegenangriff. Ante setzte Humphrey ein, der schön in den Raum gestartet war, nach guter Ballmitnahme die Ruhe behielt und zum Ehrentreffer einnetzte.

Nach dem Seitenwechsel ließ der Speuzer-Coach vier 97er draußen und appellierte an die Ehre. Das zeigte durchaus Wirkung. Wenn auch Hamady als Rechtsverteidiger seine Aufgabe nicht so richtig verstanden hatte, Kjamran sich zwar innen gegenüber dem katastrophalen Auftritt als Linksverteidiger verbessert zeigte - von zwei üblen Ballverlusten abgesehen -, und Gökay Önsal, Raey und Alex immer wieder an die Defensivaufgaben erinnert werden mussten, so hielten die Speuzer nun endlich dagegen. Der Schiedsrichter drückte es nach dem Spiel so aus: "In der ersten Halbzeit habe ich mich gewundert, dass ihr ohne Körperkontakt gespielt habt. So kenne ich Fußball eigentlich nicht. Nach der Pause ging's ja." Dawar überzeugte als Innenverteidiger, Eric und Mixalis - um es mit den Worten des guten Schiedsrichters auszudrücken - suchten hin und wieder auch einmal den Körperkontakt in der Zentrale. So standen die Speuzer defensiv besser und erarbeiteten sich nach vorne einige Chancen. Leider wurden diese allesamt recht kläglich vergeben: Raey und Gökay waren sich uneinig, so dass Raey den Ball auf den schwachen linken mitnahm und beim Schussversuch am Leder vorbeisäbelte - sicher die schlechteste aller möglichen Lösungen (56.). Dann schlossen Humphrey und Alex jeweils zweimal mehr oder weniger frei vor dem Tor und deutlich im Strafraum ganz schwach ab, indem sie genau auf den Keeper zielte, und zuletzt versemmelte auch noch Gökay aus kurzer Distanz den Ball am kurzen Pfosten vorbei. Sechs Großchancen! Nun zu sagen, jetzt hätte es 7:7 stehen können, wäre sicher übertrieben. Zumal Neu-Isenburg auf der anderen Spielfeldseite auch mehrere gute Angriffe startete, die mit einem Torerfolg hätten enden können.

Hinten aber hatten die Speuzer jetzt eben auch ein paar Mal das Glück des Tüchtigen - oder vielleicht das Glück, dass der Gegner sich nicht viel schlauer anstellte bzw. der Referee einmal zu Unrecht auf Abseits erkannte, nachdem Kjamran im Zentrum den Gegner mit einem Pass direkt in die Füße eingesetzt hatte und Dawar sich noch an unserer rechten Eckfahne aufgehalten hatte und so das Abseits aufhob. Statt zu verkürzen und das Ergebnis so erträglicher zu gestalten, wurden vorne aber die besten Möglichkeiten äußerst kläglich vergeben. Hinten setzte es angesichts der zum Spielende hin wieder nachlassenden Defensivarbeit des Mittelfeldes doch noch zwei Gegentore. Das zweistellige Ergebnis vermochten die Speuzer mit einer nach dem Seitenwechsel als ordentlich einstufbaren Leistung gerade noch zu verhindern.

Aufstellung: Marcel - Kjamran, Fatih (46.Sandro), Marko (46.Hamady), Mixalis (77.Ante) - Alex (71.Fatih), Ante (46.Raey), Gökay Ok. (46.Gökay Ön.), Dawar - Eric (71.Marko) - Humphrey; Tore: 0:1 (5.), 0:2 (5.), 0:3 (7.), 0:4 (17.), 0:5 (20.), 0:6 (23.), 0:7 (25.), 1:7 (39.) Humphrey, 1:8 (65.), 1:9 (82.); Gelbe Karte: Kjamran

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