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Déjà-vu

In Heddernheim verlor die C1 am Ende vollkommen verdient mit 1:4. Dabei hatten wir beim Stand von 1:1 wieder eine Chance per Elfmeter zur Führung, die jedoch abermals ausgelassen wurde. Dazu kam, dass wir uns die letzten beiden Gegentore praktisch selbst ins Netz gelegt haben. Insbesondere vor der Pause war die Vorstellung sehr schwach - mit so einer Leistung wie in der ersten Halbzeit wird es sehr in der Liga nochmals zu punkten. 

Mit Elijah (Zahn-OP), Shefket (Geburtstagsfeier) und Asmir (Omabesuch) fielen gleich drei Außenverteidiger aus. So war Improvisieren angesagt. Flavio spielte links, Driss rechts hinten. Beide machten ihre Aufgabe ordentlich, auch wenn man hin und wieder merkte das es nicht ihre gewohnte Position war.

Die erste Halbzeit der Speuzer war einfach grottenschlecht. Das Lob des Heddernheimer Trainers Alex Wack auf der Heddernheimer Webseite findet der Speuzer Coach Tomo Toumpas insoweit schwer nachvollziehbar. Die Innenverteidigung war nicht zu beneiden: Flo und Dominik konnten sich nur gegenseitig die Bälle hin und her schieben, weil kein Speuzer mal entgegengekam und den Ball forderte, so dass ein Spielaufbau nicht möglich war. In der Not mussten sie irgendwann dann doch immer wieder lange Bälle spielen, die regelmäßig bei den Heddernheimern landeten. So war es sinnbildlich, dass aus einem Speuzer-Abstoß das erste Gegentor fiel. Kevin spielte zu Flo, der Luka anspielen wollte. Luka kam jedoch nicht entgegen, Heddernheim fing den Ball ab und schob das Leder mit einem einfachen Pass in den Lauf des rechten Mittelfeldspielers. Der drang zwischen Flo und Flavioin den Strafraum ein, war zu schnell für Chahid, der nicht in den Zweikampf kam, und da Marco nicht mit seinem Gegenspieler mitlief, war der Rest kein Kunststück mehr. Ein Querpass in den Rücken der Abwehr auf den ganz freien Angreifer, ein harter Schuss - ein Tor. Der Ball ging durch die Beine von Kevin ins Netz, aber unserem Keeper war hier kein Vorwurf zu machen. 

Heddernheim war lange die komplett tonangebende Mannschaft, scheiterte aber immer wieder am letzten Pass oder war beim Torschuss zu ungefährlich. Die Speuzer reagierten. Mit Ole für Chahid wurde die Defensivleistung ein wenig stabiler. In der 25. Minute kamen die Speuzer zu ihrer ersten Chance - und das war gleich eine 100%ige. Leon wurde links angespielt und leitete gut auf Nikola weiter, der seinen Gegenspieler überlief, aber im Eins-gegen-eins am Heddernheimer Keeper scheiterte. Sieben Minuten später wiederholte sich das Geschehen nahezu. Diesmal scheiterte Nikola am linken Innenpfosten, von wo der Ball zu Yasin sprang. Yasins Pass in die Mitte verpasste Nikola, aber Leon kam am langen Pfosten an die Pille und versenkte zum äußerst schmeichelhaften Ausgleich. Mit diesem 1:1 ging es in die Kabinen.  

In der zweiten Halbzeit spielten die Speuzer deutlich besser mit. In der einen oder anderen Situation bewiesen sie, dass sie auch kicken können. Luka drang nach einem Doppelpass mit Nikola in den Strafraum ein und hätte mit links abziehen können. Er entschied sich aber, den Gegner zu kreuzen, um mit dem rechten Fuß abzuschließen. Dabei wurde er zu Fall gebracht, und der Schiedsrichter entschied auf Elfmeter. Luka wollte zunächst nicht, trat aber dann doch an. Nach eigener Aussage hatte er einen kurzen Blackout und schoss so den Ball in die Mitte. Der Torwart ließ den Schuss nach vorne abprallen - Luka ging dem Ball hinterher, war aber leider in Rückenlage und setzte so das Leder über die Querlatte. Leon hatte hinter Luka eigentlich ideal zum Ball gestanden, sagte aber leider nichts. Ein wenig fühlten sich die Speuzer-Trainer und Anhänger an die Vorwoche erinnert; auch gegen Preußen wurde ein Strafstoß bei unentschiedenem Spielstand versemmelt.

Keine fünf Minuten später ging Heddernheim durch einen Sonntagsschuss mit 2:1 in Führung. Das nagte zusätzlich am Selbstbewusstsein und der Motivation. Trotzdem kamen die Speuzer noch zu einer guten Ausgleichsmöglichkeit. Eine langgezogene Freistoßflanke landete bei Dominik, der direkt abzug aber leider nicht genügend Wucht hinter den Ball brachte, so dass der Schuss kein Problem für den Torwart war. Zehn Minuten vor dem Ende der Begegnung brach das 1:3 den Speuzern das Genick. Im Anschluss an eine Ecke wurde der Ball bei mehreren Versuchen nicht geklärt. Die Außenvertedigerin der Heddernheimer ließ dann aus 16 Metern ein "Schüsschen" los. Zwar war der Ball ein wenig abgefälscht, hätte aber trotzdem zur sicheren Beute von Kevin werden sollen. Leider hatte nun auch unser Keeper einen kurzen Blackout und ließ den Ball durch die Hände über die Linie rutschen. Die Partie war damit entschieden. Das Spiel plätscherte nur noch vor sich hin, beide Mannschaften schienen auf den Schlusspfiff zu warten. Aber wenige Sekunden vor dem Ende fingen sich die Speuzer noch ein Gegentor: Bei einem Einwurf stimmte die Zuordnung garnicht, so dass ein Heddernheimer Stürmer vollkommen frei vor Kevin auftauchte und diesen überlupfte. Flavio versuchte, per Fallrückzieher noch zu retten, traf aber den Ball nicht, der gegen den Pfosten prallte. Kevin und Batu waren zurückgeeilt und wollten beide - unabgestimmt - klären. Batu schubste Kevin dabei so unglücklich gegen den Ball, dass Kevin ihn ins eigene Tor beförderte. Letztlich war dieses Gegentor zwar auch ärgerlich und vermeidbar, aber angesichts des kurz darauf erfolgenden Schlusspfiffs des Schiedsrichters nicht mehr wirklich schlimm.

Die Speuzer spielten - wie jedes Spiel bis dato - eine schwache erste Halbzeit. In keinem der bisherigen fünf Spielen gingen wir einmal mit einer Führung in die Halbzeitpause! Die zweite Halbzeit war von der Leistung her eigentlich besser, aber praktisch schlugen die Speuzer sich dann wieder selbst durch den verschossenen Elfer und das beinahe stümperhafte Verhalten bei den beiden Gegentoren zum 1:3 und 1:4. Mit diesen Fehlern war gegen eine gut kombinierende Heddernheimer Mannschaft nichts zu holen.

Nun folgen vier pflichtspielfreie Wochenenden, bevor die wichtigen Spiele folgen. Zuerst geht es nach Bonames, bevor wieder zwei Wochen kein Ligaspiel ansteht und es erst dann gegen Frankfurter Berg und Griesheim 02 weitergeht. Diese drei Teams stehen in der Tabelle hinter den Speuzern, und es gilt, zu punkten, um erst gar keine Abstiegsgefahr aufkommen zu lassen und beruhigt in das letzte Spiel vor der Winterpause bei Germania Enkheim gehen zu können.

 

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