Unsere Sponsoren

Arrow
Arrow
Slider
HomeSeniorenSpeuzerlegende Wolfgang Schäfer


Speuzerlegende Wolfgang Schäfer

WolfgangSchferDFB-Pokalsieger, Bayernschreck und auch Speuzer-Aufstiegstrainer. In der Saison 2004/2005 übernahm Wolfgang Schäfer den Posten des Cheftrainers der 1ten Mannschaft des FFV Sportfreunde 1904. Wolfgang Schäfer baute einen Großteil der von Manfred Czarnowski trainierten A-Jugend in die erste Mannschaft ein und führte diese bis kurz vor Schluss der Saison 2004/2005 in die Kreisoberliga Frankfurt, welche nach 11 Jahren Zugehörigkeit die Meisterschaft gewonnen und damit den Aufstieg in die Gruppenliga FFM West geschafft hat. Einer seiner größten Schachzüge war es den jungen Muhamed „Mo“ Aliaj vom Verteidiger zum Stürmer umzuschulen. Mo Aliaj schoss im Aufstiegsjahr 2005 ganze 41 Tore und wurde damit Torschützenkönig.

Im Kickerprint erschien am 28.08.2017 folgender Artikel:

Dank seiner zwei Tore beendete der FC Homburg 1987 die Auswärtsserie des FC Bayern München. Doch Wolfgang Schäfer hat nur eine gute Erinnerung an diesen Tag.

Einer der schönsten Tage seines Lebens. Total euphorisiert und begeistert erzählt der Mann, der am 22. August 1987 die scheinbar nicht enden wollende Auswärtsserie des FC Bayern mit zwei Treffern doch beerdigte, von diesem Tag. So könnte es sein – und eigentlich hätte Wolfgang Schäfer, der Homburger Doppeltorschütze zum 3:2 Sieg, auch allen Grund dazu. Doch wenn er heute über jenen heißen Samstag im Saarland von damals spricht, klingt er eher traurig:

„An den Tag habe ich keine guten Erinnerung. Trainer Uwe Klimaschefski hat mich auf die Bank gesetzt.“

So etwas verwindet ein ehrgeiziger Stürmer, wie es Schäfer nun einmal was, also auch 30 Jahre später noch nicht wirklich. Zumal es nicht das einzige Mal war:

„Er hatte seine Lieblinge und ich gehörte nicht dazu.“

Daran änderte sich auch an jenem 4. Spieltag nichts. Bayern hatte zuvor dreimal gewonnen, Homburg erst einen Punkt geholt. Doch Trainer Klimaschefski baute auch in diesem Match zunächst nicht auf Schäfer, obwohl dieser gut zwei Jahre vorher, damals noch Uerdinger, die Bayern im DFB-Pokalfinale, das erste, seit es regelmäßig in Berlin ausgetragen wird, schon einmal K.O. geschossen hatte. Doch überraschenderweise gab ihm der Coach ausgerechnet beim Stande von 1:1 noch die Chance, ein Wiederholungstäter zu werden. In der 66. Minute brachte er den Angreifer. Und in der 67. Spielminute, nach Schäfers zweitem Ballkontakt auf Vorlage Michael Blättels, erzielte er das 2:1. Von keinem Geringeren als Bayern-Star Lothar Matthäus gab es dann ein Lob in spezieller Form:

„Schäfer macht keinen Mist!“

Übersetzt: „Ein Tor reicht.“ Aber der dachte gar nicht daran, er wollte mehr. Genau zehn Minuten später erzielte er dann per Kullerschuss das 3:1. Jürgen Wegmann gelang aus Sicht der Gäste dann noch das 2:3. Dann war Ende. Und Schäfer der gefeierte Mann vor 20.000 Zuschauern im Waldstadion. Nur Bayern-Manager Uli Hoeneß mochte nicht einstimmen.

„Den Namen Schäfer kann ich nicht mehr hören, hat er damals gesagt “.

So der Torjäger über ein weiteres Kompliment des Gegners aus München. Der FCH stieg 1988 trotz des Coups gegen die Münchner am Ende ab, Schäfers neun Tore bedeuteten intern zwar Bestwert, doch sie reichten nicht zum Klassenerhalt. Und das obwohl erst Gerd Schwickert und Slobodan Cendic anstelle des früh geschassten Klimaschefski (Schäfer: „Eine Genugtuung“) den Trainerposten übernahmen.

An jenem Samstag aber war Schäfer abends zu Gast bei Harry Vallerien im ZDF Sportstudio – pikanterweise mit Klimaschefski. „Ich bin kaum zu Wort gekommen“, so Schäfer der neben seinen Toren noch etwas Schönes erlebte:

„Bus Spencer war auch dort, das war toll ihn kennenzulernen.“

Also genauer gesagt Carlo Pedersoli. Aber den Schauspieler kennt jeder nur unter Bud Spencer. Schäfer der heute mit seiner Lebensgefährtin Silvia Eder eine Fussballschule in Österreich betreibt, bleibt als Bayern-Schreck in Erinnerung. Das konnte ihm Klimaschefski nicht nehmen.

Video zu Wolfgang Schäfers Doppelpack beim 3:2 Sieg gegen die Bayern:

 

Video zu Wolfgang Schäfers Tor im DFB-Pokalfinalsieg gegne die Bayern:

Video und Interview zum "Hand Gottes Tor" von Wolfgang Schäfer:

Zum Anfang