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Heißer Kandidat

Die Sportfreunde haben sich gut verstärkt, wollen um den Titel aber nur "mitspielen"

Der FFV Sportfreunde ist der am heißesten gehandelte Kandidat auf den Titel in der Kreisoberliga 2013/14.

(Oliver Müller)
Nach dem dritten Platz in der Saison 2012/13 konnten die Speuzer ihre Mannschaft größtenteils zusammenhalten und darüber hinaus durchaus hochkarätige Spieler verpflichten. Sowohl Oktay Sen, Mohamed Chami, Horst Weis, Ahmed Derrer (alle FG Seckbach) als auch Ersin Dincer (Viktoria Preußen) wechselten aus der Gruppenliga in die klassentiefere KOL. Dazu kamen noch einige Spieler aus dem Umland sowie drei Spieler aus dem eigenen Nachwuchs. Einziger nennenswerter Abgang ist Mohamed El-Baouti, der zu Rot-Weiss Frankfurt II wechselte.

"Insgesamt sind wir breiter aufgestellt und wir haben uns auch in der Qualität verbessert", gibt Spielausschuss-Boss Udo Felder unumwunden zu. Denn genau daran habe es gehapert in der vergangenen Saison, als das Team von Trainer Uwe Eckerl in der Rückrunde zeitweilig auf dem ersten Tabellenplatz stand. "Wir hatten verletzungsbedingte Ausfälle, aus disziplinarischen Gründen mussten wir auch einen Spieler suspendieren. Alles zusammen hat gezeigt, dass unsere Spielerdecke zu dünn war, um dann noch ganz oben mitzuhalten", erklärt Felder den Einbruch im April und Mai. Nichtsdestotrotz waren die Verantwortlichen im Nachhinein sehr zufrieden mit dem Erreichten - auch wenn der Aufstiegs verpasst wurde.

Auf die Zielsetzung für 2013/14 angesprochen hält sich Felder zurück: „Wir wollen uns oben positionieren und um die Meisterschaft mitspielen.“ Mit Blick auf den Kader klingt das aber schon etwas nach Understatement.Allerdings läuft die Vorbereitung der Sportfreunde auch nicht wie vorgestellt - aus tragischen Gründen. Trainer Uwe Eckerl erlitt im Urlaub Anfang Juli einen Zusammenbruch aufgrund von Herzrhythmusstörungen. Erfreulicherweise hat sich der Coach mittlerweile wieder erholt, er steht beim Start der Punktrunde zur Verfügung.

In der Vorbereitungsphase wurde das Team weitestgehend von Udo Felder und Neuzugang Mohamed Chami angeleitet. Dies habe jedoch - in enger Absprache mit Eckerl - hervorragend geklappt. "Chami leitete das Training sehr gut, die Spieler waren begeistert und zogen voll mit", erzählt Felder. Zum Saisonauftakt gegen den KSV Tempo werde die Mannschaft in Absprache zwischen Eckerl, Felder und Chami gestellt, danach sollte bei den Speuzern alles wieder in gewohnten Bahnen laufen. Ob der Ausfall des Cheftrainers in der Vorbereitung wirklich keine spürbaren Folgen nach sich zieht, wird sich dann zeigen.

Quelle: Frankfurter Neue Presse vom 07. August 2013

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