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Soma auf "Abwegen"

SomaTurnier in Maltes Heimat Seppenrade. Schon die Anreise war sehr schön. Bei strahlendblauen Himmel ohne Stau war die Fahrt in das Münsterland ein Genuss. Der kleine Ort Seppenrade liegt nicht nur wunderschön umringt von vielen Bauernhöfen, er hat auch sehr schöne Häuser und eine große Kirche. Alles ist hier sehr geplegt. Die Sportanlage ist ein Spiegelbild des Ortes. Zwei Kunstrasenplätze, beide mit Flutlicht; große Umkleidekabinen, ein in eigener Regie geführtes Vereinsheim. Der Clou der Anlage eine Videoanlage wo man die Spiele live in das Vereinsheim übertragen kann.

Beim Turnier "Siäpro-Pokal", einem Juxturnier, an dem regelmäßig aus aktuellen und früheren aktiven Seppenradern gebildete Teams teilnehmen, wurde ein "Profi"- und ein "Amateur"-Turnier durchgeführt. Am Amateurturnier, bei dem pro Mannschaft maximal zwei Aktive aus einer Herren-Mannschaft oder A-Jugend teilnehmen durften, nahmen neben der Speuzer Soma noch elf weitere Mannschaften teil. Wir waren wieder einmal mit Abstand die "Jüngsten". Unser Ehrgeiz war es, ein paar Spiele zu gewinnen und nur nicht Letzter zu werden, denn wir repräsentierten nicht nur unseren Verein, sondern auch unsere Heimatstadt Frankfurt. Denn alle anderen Vereine kamen nicht nur aus der umliegenden Region, sondern hatten gegenwärtige Seppenrader in ihren Reihen! 
 
Nachdem unser "Trainer" Uwe L. ein intensives Gespräche mit unserem "Küken" Hans A. geführt hatte, erklärte dieser sich bereit, auf seine alten Tage noch einmal im Tor zu spielen. Der eigentlich für das Tor mitgekommene Drago spielte dafür im Feld, was seinen Knochen nicht wirklich gut tat. Metzger-GlotzenpottsAußerdem bekamen die Speuzer in Person von Andre "Lumba" Hülsbusch und Sven Domhöver Unterstützung der heimischen Seppenrader Fortunen. Als Schalke-Fan war vor allem Lumba heiß darauf, in blau-weißen Trikots mit der Zahl 04 auf dem Rücken aufzulaufen. Er wurde dann auch unser erfolgreichster Torjäger. Danke an Andre und Sven, dass Ihr unseren Kader vervollständigt habt. Damit war dann auch unsere Strategie geklärt. Hinten Beton - und vorne hilft uns der liebe Gott.
 
Im ersten Spiel gegen die Jägerelite ging unsere Strategie nur zum Teil auf. Der liebe Gott war offenbar eingeschlafen, die klarstenTorchancen wurden leider vergeben, und hinten stimmte die Abstimmung noch nicht. So mussten wir uns nach zweimaligem Rückstand mit dem 2:2 zufrieden geben. Im nächsten Spiel gegen den Karnevalsverein "Stabil daobi" klappte das etwas besser. Die Partie endete 3:0 für uns, was aber auch der Qualität des Gegners geschuldet war. Das dritte Spiel gegen die Bahnhofskicker war dann schon vorentscheidend. Letztlich hatten wir keine Chance und verloren gegen eine Mannschaft mit einigen Mittzwanzigern mit 0:2.
 
Spiel 4 gegen Ladies Lewüh waren wir wieder die Chefs: die Begegnung endete 3:0 für uns, aber es war zu spät. Unser Gegner war klarer Tabellenführer und hatte drei bis vier Spieler in seinen Reihen, die vor ein oder zwei Jahren noch in der Bezirksliga auf Torejagd gegangen sind. Dazu kam, dass Drago mit Problemen an der Achillesferse ausfiel. So hatten wir kaum eine Chance, das 0:2 war ein sehr achtbares Ergebnis. Das bedeutete dann Platz 3 in unserer Gruppe hinter zwei klar überlegenen Teams, die sich dann in ihren Halbfinals auch jeweils durchsetzten und sich im Turnierfinale noch einmal gegenüberstanden. 
 
Jessi ElferEtwas müde, doch auch zufrieden mit unserer Leistung, gingen wir zum gemütlichen Teil über. Nach ca. einer Stunde kam Malte und teilte uns mit, dass er gerade noch ein Elfmeterschießen um Platz 5 vereinbart hatte. Keiner von uns war natürlich zum diesem Zeitpunkt noch so richtig nüchtern. Malte beruhigte uns: bei diesem Torhüter habe ich noch nicht einen Elfer verschossen! Alle Schützen hatten getroffen, Jessi sogar barfuß, und Hans hatte einen Elfer gehalten. Dann war Malte dran: Leichtfüßig wie eine Gazelle und natürlich ebenfalls barfuß wollte er den Ball versenken. Das klappte nicht, der Keeper konnte nicht mehr rechtzeitig aus dem Weg springen... Im achten Elfmeter setzten sich dann die Deibels, die zweitälteste Truppe des Turniers, die aus Maltes ehemaligen A-Jugend-Kollegen besteht, durch. Der Fehlschuss kostete Malte noch das eine oder andere Bier. 
 
Gegen 21 Uhr wechselten wir vom Sportplatz in den "Dorfkrug", das offizielle Vereinsheim der Fortuna. Gegen 23 Uhr war es dort knüppelvoll - nicht nur wir, sondern auch die Lokalität! Auch in  Seppenrade ist das Helene Fischer Fieber ausgebrochen: Bei Atemlos hat die Kneipe gewackelt. Es soll allerdings Menschen geben, die auch bei dieser Lautstärke ruhig und gelassen in der Ecke im Stehen schlafen können...
 
Wann der letzte von uns zu Bett gegangen sein soll und wer es war, darüber gibt es nur Gerüchte und die werden nicht veröffentlicht. Sonntagmorgen gab es noch ein super Frühstück und für die Nicht-Fahrer einen kleinen Frühschoppen, bevor wir gegen 12 Uhr die Heimreise starteten und die Fahrt am Schleifer-Sportplatz beim Heimspiel der 02er gegen Bad Vilbel II locker ausklingen ließen. Ich glaube, es war nicht der letzte Besuch der Speuzer in Seppenrade. Berichte und Fotos vom Turnier finden sich unter www.sv-fortuna-seppenrade.de. Danke an die Westfälischen Nachrichten für das verarbeitete Fotomaterial!
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